Der Landesverband ist Teil der bundesdeutschen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL e.V.) und vereint Menschen aus Hessen, die für eine gerechte, umweltverträgliche und zukunftsfähige Landwirtschaft eintreten. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass Thema nachhaltige Landwirtschaft in die politische und öffentliche Debatte einzubringen – ob durch Aktionen, die Mitarbeit in Gremien oder Öffentlichkeitsarbeit. In der AbL Hessen sind vor allem engagierte Bäuerinnen und Bauern organisiert (mit und ohne Bio-Siegel), aber auch viele andere Menschen, denen es wichtig ist, was sie essen und wie dieses Essen produziert wird.
Dir ist es wichtig, dass wir auch Morgen noch gesunde Lebensmittel in einer intakten und schönen Natur produzieren? Dann mach mit!
Liebe AbLerinnen, liebe AbLer,
der Vorstand der AbL-Hessen e.V. lädt euch herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen ein.
Samstag, 22. Februar
Beginn: 11:00 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule Billertshausen“
Angenröderstraße 16, 36304 Billertshausen
Am Vormittag werden wir bis zum gemeinsamen Mittagessen die Vorstandswahlen sowie alle weiteren Vereinsangelegenheiten der AbL-Hessen e.V. abschließen.
Im Anschluss an das Mittagessen, ab ca. 13:30 Uhr, möchten wir mit euch in die agrarpolitische Diskussion einsteigen. Geplant sind kurze Inputs und eine offene Debatte zu folgenden aktuellen Themen:
Natürlich werden wir nicht alle Fragen an einem Nachmittag klären können. Mit dieser Themenauswahl greifen wir jedoch die drängendsten agrarpolitischen Herausforderungen auf, die uns derzeit bewegen.
Hier findet ihr die Tagesordnung
Wir freuen uns auf eure Teilnahme, eure Meinungen und einen lebendigen Austausch.
Kommt zahlreich!
Eure
AbL-Hessen e.V.
Die hessische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat gestern im Landtag den Entwurf für ein „Gesetz zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft" eingebracht. Mit dem Gesetz soll der landwirtschaftliche Bodenmarkt neu geregelt und stärker auf die Bedürfnisse regional verankerter Betriebe sowie Existenzgründer:innen ausgerichtet werden. Das Gesetz umfasst dabei Regelungen zu Pacht- und Kaufpreisen, zu Landkonzentration und Share Deals sowie zur Stärkung des Vorkaufsrechts von Land für Landwirt:innen.
Claudia Smolka, Landwirtin aus Lohra-Seelbach (Hessen) und Vorstand der AbL Hessen:
„Wir als Berufsstand bewerten den Gesetzentwurf zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft als sehr positiv. Mit einem solchen Gesetz werden bäuerliche Betriebe und Existenzgründer gestärkt. Gleichzeitig geht es die zentralen Herausforderungen am Bodenmarkt an. Denn steigende Kauf- und Pachtpreise sowie Spekulation mit Land erschweren uns jetzt schon den Zugang zu Land enorm. Zudem drohen auch uns in Hessen in Zukunft der Ausverkauf der Landwirtschaft an Investoren, wenn die Konzentrationstendenzen weiter zunehmen. Wir fordern die Regierung daher auf, die vorgeschlagenen Maßnahmen jetzt ernsthaft und konstruktiv zu diskutieren – die Zeit drängt".
Positive Elemente neben der Kauf- und Pachtpreisbremse sind das Transparenzregister und die Abschaffung der doppelten Grunderwerbssteuer. Erstmals würde in Hessen auch der Erwerb landwirtschaftlicher Unternehmen durch außerlandwirtschaftliche Investoren – insbesondere sogenannte „Share Deals" – einer verpflichtenden Anzeige und Genehmigung unterliegen. Die Unternehmensaufkäufe finden bislang vor allem in Ostdeutschland statt, wie zuletzt die Übernahme der Deutschen Agrar Holding durch den australischen Investor Igneo[1]. Allerdings gibt es nun auch erste Studien, die auf die Relevanz in Westdeutschland hinweisen. [2]
Reiko Wöllert, stellv. Bundesvorsitzender der AbL und Landwirt aus Haina (Thüringen):
„Zwar sind großflächige Share Deals bislang vor allem in Ostdeutschland an der Tagesordnung – doch auch Hessen ist davor nicht geschützt. Die Gefahr, dass kapitalkräftige Konzerne zunehmend in den hessischen Bodenmarkt drängen, ist real. Umso wichtiger ist es, jetzt Vorsorge zu treffen und rechtzeitig klare Regeln zu schaffen. Bäuerinnen und Bauern können mit außerlandwirtschaftlichen Investoren nicht konkurrieren, und für junge Menschen, die eine landwirtschaftliche Existenz gründen wollen, gilt das erst recht. Diese Investoren erwirtschaften ihr Kapital nicht aus der Landwirtschaft und können deshalb nahezu beliebig hohe Preise zahlen. Das treibt die Bodenpreise weiter nach oben und gefährdet die Zukunft bäuerlicher Betriebe. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich zu reagieren und regulieren."
Die AbL Hessen e.V. unterstützt den Aufruf des DGB Bezirk Hessen-Thüringen, Region Mittelhessen und aller anderen zivilgesellschaftlichen AkteurInnen, die friedlich am 29.11.2025 gegen den Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation protestieren.
Fr 20.06 ab 14 Uhr Gesprächswanderung zum Schlachtfeld, Museum und Bauernkriegspanorama
Sa 21.06. Symposium „500 Jahre Bauernkrieg - Utopien eines guten Lebens im ländlichen Raum“
Programm des Symposiums fidnet ihr hier.
Abends 18 – 21 Uhr: Lesung mit Lyndal Roper
frankenhaeuser-festspiele.de
So 22.06. Fahrt von Frankenhausen zum Barockschloss Moritzburg bei Halle (78 km) Ausstellung „planetarische Bauern- Landwirtschaft, Kunst, Revolution“ 23.05.— 14.09.: Int. Aspekte zum Bauernkrieg (Saatgutsouveränität, Kolonialismus, int. Solidarität) mit Führung, am frühen Nachmittag individuelle Rückfahrt
www.kunstmuseum-moritzburg.de/museum-ausstellungen/sonderausstellungen/planetarische-bauern/
planetarische-bauern.werkleitz.de/programm
Übernachtungsmöglichkeiten findet ihr hier:
bad-frankenhausen.de/kur-tourismus/uebernachtung-gastronomie/hotels-gasthofe/
Anmeldung:
Koordination AbL-AK Bauernkriegsgedenken
Andrea.eiter[at]abl-ev.de
Auszug aus dem Artikel:
"Die Fraktion der Grünen im Hessischen Landtag hatte am 28.11.2024 nach Wiesbaden geladen, um mit Vertreter*innen aus der Forschung, der Politik und der Praxis über Bodenpolitik zu diskutieren. Nach der Begrüßung durch die Mitglieder des Landtags Martina Feldmayer und Hans-Jürgen Müller hielten 5 Expert*innen Impulsreferate."
[...]
"Claudia Smolka, Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), erläuterte als konkretes Instrument zur Steuerung der Landvergabe die Anwendung von Gemeinwohlkriterien bei der Verpachtung öffentlicher Flächen. Diese Kriterien, darunter die Betriebsgröße, die Art der Bewirtschaftung und der Tierhaltung sowie soziale und gesellschaftliche Aspekte, seien kein vorgegebenes Raster, sondern müssten individuell an die reale Situation in der jeweiligen Kommune angepasst werden. Da sich 10% der gesamten Agrarflächen im Eigentum der öffentlichen Hand befinden – das sind auf Deutschland bezogen 1,6 Mio ha – ergebe sich hier ein nicht zu vernachlässigender Gestaltungsraum, der auch eine Vorbildfunktion einnehmen könne."
Marburg, 29.10.2024 Boden wird immer wertvoller und der Zugang zu Land immer schwieriger für bäuerliche Betriebe und Existenzgründer:innen in Hessen. Eine Möglichkeit dies zu ändern ist die Gemeinwohlverpachtung von öffentlichen Flächen. Aus diesem Grund organisierte die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Hessen gemeinsam mit dem Verein zur Förderung einer Nachhaltigen Landwirtschaft (FaNaL) e.V. die Veranstaltung „Transparente Vergabe von öffentlichen Flächen: Verpachten nach Gemeinwohlkriterien“ in Marburg. Die Veranstaltung im Bürgerhaus Niederweimar fand mit über 40
anwesenden Gästen großen Anklang. Neben einer Hofführung durch die Gärtnerei PeterSilie gab es verschiedene Vorträge und eine Diskussion zum Thema.
Hier geht's zum Positionspapier
Auszug der Einladung:
10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen sind in öffentlicher oder kirchlicher Hand. Gemeinden, Städte und Kirchen können damit gestalten, welche Landwirtschaft umgesetzt wird. Statt nach Höchstpreis oder ohne öffentliche Ausschreibung können sie ihre Flächen nach Gemeinwohlkriterien vergeben, um etwa Existenzgründungen, bestimmte Arten der Bewirtschaftung oder derbTierhaltung zu fördern. Diese Chance nutzen Landeigentümer:innen in Hessenbbisher viel zu selten, obwohl es bereits vereinzelte Initiativen gibt, wie in derbGemeinde Lohra oder bei der ev. Kirche in Hessen. Auch in Marburg findet sichbdie Idee der Gemeinwohlverpachtung im beschlossenen Marburger Aktionsplan, wird aber noch nicht umgesetzt.
Mit dieser Veranstaltung wollen wir das Thema bekannter machen und vorstellen, wie Gemeinden, Städte oder Kirchen ihre Flächen nach Gemeinwohlkriterien verpachten können. Wir möchten aufzeigen, wie
Kommunalpolitiker:innen, Verwaltungen, Kirchengemeinderät:innen, Pfarrer:innen oder Bürger:innen diesen Prozess befördern können, und welchen Wert dies für Bäuer:innen und Existenzgründer:innen haben kann. Neben Vorträgen zum Thema wird es auch eine Hofführung bei der Gärtnerei PeterSilie und einen Imbiss mit regionalen Produkten geben.
Hier geht's zur Einladung und Anmeldung
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Liebe AbLerinnen, liebe AbLer,
am Montag, den 22.7. um 9:00 wollen wir Euch über die Nachbauregelungen informieren.
Georg Janßen wird einen kurzen Input geben. Danach nehmen wir uns eine Stunde Zeit um Eure Fragen zu beantworten.
Die Online-Veranstaltung wird über Zoom stattfinden. Anmeldungen bitte an hessen[at]abl-ev.de. Den Zoom-Link erhaltet ihr dann via E-Mail.
Wir freuen uns auf euch!
Die Erstellung dieser Website wurde gefördert durch: [Förderhinweis Regionalbudget]
22.02.2026 | Start: 11 Uhr | 36304 Billertshausen
„Langer Weg zum Schutz vor dem Wolf“
AbL legt Vorschläge von Rinderhaltern zum Umgang mit der Blauzungenkrankheit vor
Gemeinwohlverpachtung
Gemeinwohlverpachtung